ING Wartungsarbeiten: Was Sie wissen müssen, wenn das Online-Banking nicht erreichbar ist

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Wer sonntagnachts oder am Wochenende auf sein Konto zugreifen möchte und nur eine Hinweisseite sieht, kennt das Phänomen: Wartungsarbeiten bei der ING. Für viele Kundinnen und Kunden kommt die Meldung überraschend – dabei folgen die Auszeiten des Online-Bankings einem festen Muster und lassen sich mit etwas Vorbereitung problemlos überbrücken. In diesem Artikel erfahren Sie, warum die Bank ihre Systeme regelmäßig abschaltet, welche Funktionen trotzdem verfügbar bleiben, wie Sie geplante Wartungsfenster im Voraus erkennen und wie Sie eine Wartung von einer echten Störung unterscheiden.

Warum eine Bank ihre Systeme überhaupt abschaltet

Moderne Direktbanken wirken nach außen wie reine App-Unternehmen, doch hinter der Oberfläche arbeitet eine komplexe IT-Landschaft: Kernbanksysteme, Datenbanken, Schnittstellen zu Zahlungsnetzwerken, Wertpapierhandelssysteme und Sicherheitsinfrastruktur. All diese Komponenten müssen regelmäßig aktualisiert werden – aus drei Hauptgründen:

Sicherheit: Banken sind ein bevorzugtes Ziel von Cyberkriminellen. Sicherheitsupdates an Servern, Verschlüsselungsverfahren und Authentifizierungssystemen sind Pflicht, nicht Kür. Regulatorische Vorgaben wie die europäische DORA-Verordnung (Digital Operational Resilience Act) verlangen von Finanzinstituten zudem nachweisbar robuste und aktuelle IT-Systeme.

Neue Funktionen: Ob Echtzeitüberweisungen, neue Depotfunktionen oder überarbeitete App-Oberflächen – größere Neuerungen werden in gebündelten Software-Releases eingespielt. Das reduziert das Risiko im Vergleich zu ständigen Kleinständerungen am laufenden System.

Gesetzliche Anpassungen: Steuerliche Änderungen, neue Meldepflichten oder Anpassungen im Zahlungsverkehr (etwa die EU-Verordnung zu Echtzeitüberweisungen) erfordern tiefgreifende Eingriffe in die Banksysteme, die sich nicht im laufenden Betrieb umsetzen lassen.

Bei der ING Deutschland ist dieses Vorgehen fest institutionalisiert: Die Bank führt in der Regel drei große bankweite Business-Releases pro Jahr durch. Dabei wird eine große Anzahl technischer Änderungen gleichzeitig in den Banksystemen und Datenbanken – dem sogenannten Backend – live geschaltet. Während dieser komplexen Arbeiten im Hintergrund steht auch das Frontend, also das Online-Banking im Browser und die Banking-App, nicht zur Verfügung.

Wann finden die Wartungsarbeiten typischerweise statt?

Die ING legt ihre großen Wartungsfenster bewusst in Zeiten mit möglichst geringer Nutzung: Wochenendnächte. Ein typisches Muster sieht so aus:

  • Beginn in der Nacht von Freitag auf Samstag oder von Samstag auf Sonntag, häufig ab 0:00 Uhr
  • Dauer von mehreren Stunden bis in den frühen Nachmittag des Folgetags, bei großen Releases teils bis etwa 14:00 Uhr

Ein aktuelles Beispiel: Für die Nacht vom 17. auf den 18. Juli 2026 kündigte die ING planmäßige Servicearbeiten an, bei denen Online-Banking und App von Samstag 0:00 Uhr bis etwa 14:00 Uhr nicht erreichbar waren. Solche längeren Auszeiten sind typisch für die großen Business-Releases; kleinere Wartungen dauern oft nur wenige Stunden in der Nacht.

Wichtig zu wissen: Die genauen Termine variieren von Jahr zu Jahr. Verlassen Sie sich nicht auf Erfahrungswerte aus der Vergangenheit, sondern prüfen Sie die offiziellen Ankündigungen (dazu gleich mehr).

Was während der Wartung nicht funktioniert

Während eines großen Wartungsfensters sind folgende Dienste in der Regel nicht verfügbar:

  • Online-Banking im Browser: Der Login auf der Website ist gesperrt; stattdessen erscheint eine Hinweisseite.
  • Banking über die App: Kontostand abfragen, Umsätze prüfen, Überweisungen erfassen – all das pausiert.
  • Überweisungen und Echtzeitüberweisungen: Während der Wartung können keine Echtzeitüberweisungen (Instant Payments) gesendet oder empfangen werden. Eingehende Echtzeitzahlungen anderer Banken können in dieser Zeit abgewiesen werden und müssen gegebenenfalls später erneut angestoßen werden.
  • Wertpapierorders über das Banking: Wer über das Online-Banking handelt, muss warten – bei Wochenendwartungen ist das meist unkritisch, da die Börsen ohnehin geschlossen sind.
  • Terminierte Aufträge erfassen oder ändern: Bereits eingestellte Daueraufträge werden zwar ausgeführt, neue lassen sich aber erst nach Ende der Wartung anlegen.

Auch der telefonische Kundenservice kann während großer Releases nur eingeschränkt helfen, da die Mitarbeitenden ebenfalls keinen Zugriff auf die Systeme haben.

Was weiterhin funktioniert: Der Alltag läuft weiter

Die gute Nachricht: Eine Wartung des Online-Bankings bedeutet nicht, dass Sie kein Geld mehr haben. Die zahlungsrelevante Infrastruktur läuft weitgehend unabhängig vom Banking-Frontend:

  • Kartenzahlungen: Bezahlen mit der Debitkarte oder Kreditkarte im Geschäft und online funktioniert weiterhin.
  • Mobiles Bezahlen: Auch Zahlungen per Smartphone oder Smartwatch – etwa über Apple Pay und Google Pay – bleiben während der Wartung möglich, da die Kartenautorisierung über separate Systeme läuft.
  • Bargeldabhebung: Geldautomaten akzeptieren Ihre Karte in aller Regel auch während der Wartungsfenster. Ein kleiner Vorbehalt: Bei sehr tiefgreifenden Systemarbeiten kann es in Einzelfällen zu Einschränkungen kommen – wer sicher gehen will, hebt vorher ab.
  • Lastschriften und Daueraufträge: Bereits erteilte Mandate und eingerichtete Daueraufträge werden normal verarbeitet. Ihre Miete wird also nicht zurückgehalten, nur weil Sie sich nicht einloggen können.

Kurz gesagt: Die Wartung betrifft vor allem den Zugriff auf Ihr Konto, nicht die Funktion Ihres Kontos im Zahlungsverkehr.

So erfahren Sie rechtzeitig von geplanten Wartungsfenstern

Die ING kommuniziert geplante Auszeiten über mehrere Kanäle – wer sie kennt, wird nicht mehr überrascht:

1. Die offizielle Release- und Downtime-Seite: Unter ing.de/wissen/releases-downtimes veröffentlicht die Bank die Termine der nächsten Wartungsarbeiten samt voraussichtlicher Dauer. Diese Seite ist die verlässlichste Quelle und sollte Ihr erster Anlaufpunkt sein.

2. Hinweise in App und Online-Banking: Vor größeren Releases blendet die Bank in der Regel einige Tage vorher Hinweisbanner im Banking ein. Wer sich regelmäßig einloggt, bekommt die Ankündigung also automatisch mit.

3. Hinweis beim Login-Versuch: Wer während der Wartung auf das Banking zugreifen will, sieht eine Statusseite mit Angaben zur voraussichtlichen Dauer.

4. Technikmedien und Verbraucherportale: Größere Wartungsfenster werden regelmäßig von Fachmedien aufgegriffen und angekündigt – oft mit konkreten Uhrzeiten und Hinweisen darauf, was funktioniert und was nicht.

Wartung oder Störung? So unterscheiden Sie die beiden Fälle

Nicht jede Nichterreichbarkeit ist eine geplante Wartung. Manchmal liegt eine ungeplante Störung vor – und dann gelten andere Spielregeln. So finden Sie heraus, was los ist:

Anzeichen für eine geplante Wartung:

  • Es ist Wochenende, insbesondere Nacht oder Vormittag
  • Auf der Login-Seite erscheint ein Hinweis auf Servicearbeiten mit voraussichtlichem Ende
  • Die Downtime war auf der Release-Seite der Bank angekündigt

Anzeichen für eine ungeplante Störung:

  • Der Ausfall tritt werktags oder zu Stoßzeiten auf
  • Es gibt keine Ankündigung, die Fehlermeldungen sind unspezifisch (Timeouts, Fehlercodes, App stürzt ab)
  • Störungsportale wie allestörungen.de oder die Störungsseiten von Technikportalen verzeichnen einen sprunghaften Anstieg an Meldungen

Bei einer echten Störung hilft meist nur Geduld. Vermeiden Sie es, in kurzen Abständen wiederholt Login-Versuche zu starten oder gar Ihr Passwort zurückzusetzen – das Problem liegt in solchen Fällen fast nie bei Ihren Zugangsdaten. Prüfen Sie zunächst Ihre eigene Internetverbindung (funktionieren andere Websites?), werfen Sie dann einen Blick auf ein Störungsportal, und warten Sie im Zweifel eine halbe Stunde ab.

Praktische Vorbereitung: So überbrücken Sie das Wartungsfenster entspannt

Mit ein paar einfachen Gewohnheiten wird ein Wartungswochenende zum Nicht-Ereignis:

Dringende Überweisungen vorziehen. Steht eine terminkritische Zahlung an – etwa eine Rechnung mit Skontofrist oder eine Mietkaution – erledigen Sie diese vor Beginn des angekündigten Wartungsfensters. Alternativ nutzen Sie die Terminüberweisungsfunktion: Ein vorab erfasster Auftrag wird auch dann ausgeführt, wenn Sie am Ausführungstag nicht ins Banking kommen.

Bargeldreserve prüfen. Auch wenn Geldautomaten in aller Regel weiter funktionieren: Ein kleiner Bargeldpuffer im Portemonnaie schadet nie – besonders vor langen Wartungsfenstern, die bis in den Samstagnachmittag reichen.

Mobiles Bezahlen einrichten – vorher. Apple Pay oder Google Pay lassen sich nur einrichten, wenn die Banksysteme erreichbar sind. Wer die digitale Karte erst während der Wartung aktivieren will, schaut in die Röhre. Einmal eingerichtet, funktioniert das Bezahlen per Smartphone dann auch während der Downtime.

Kontostand vorher notieren oder Screenshot machen. Wer sein Budget im Blick behalten will, prüft den Kontostand vor Beginn der Wartung. Das erspart das ungute Gefühl, ein Wochenende lang „blind” zu wirtschaften.

Echtzeitüberweisungen einplanen. Erwarten Sie eine eilige Zahlung per Echtzeitüberweisung – etwa vom Verkauf eines Gebrauchtgegenstands – informieren Sie den Absender, dass die Zahlung während des Wartungsfensters möglicherweise nicht ankommt und später erneut gesendet werden muss.

Wertpapiergeschäfte bedenken. Sparpläne werden automatisch ausgeführt, aber manuelle Orders sollten Sie vor dem Wartungsfenster platzieren, wenn Sie zeitnah handeln möchten. Bei Wochenendwartungen ist der Effekt gering, da die deutschen Börsen samstags und sonntags geschlossen sind – außerbörslicher Handel kann aber betroffen sein.

Warum die Bank nicht „unsichtbar” warten kann

Eine berechtigte Frage vieler Kundinnen und Kunden: Warum schaffen es Streamingdienste und Onlineshops, ihre Systeme ohne spürbare Ausfälle zu aktualisieren – Banken aber nicht?

Die Antwort liegt in der Natur von Banksystemen. Ein Streamingdienst kann problemlos einen Teil seiner Server aktualisieren, während der Rest weiterläuft; ob ein Film eine Sekunde später startet, ist unerheblich. Bei einer Bank hingegen muss jede einzelne Buchung exakt, nachvollziehbar und in der richtigen Reihenfolge verarbeitet werden. Kontostände dürfen zu keinem Zeitpunkt inkonsistent sein – nicht einmal für Sekunden. Bei tiefgreifenden Änderungen an Datenbanken und Kernbanksystemen ist es daher deutlich sicherer, den Zugriff vollständig zu pausieren, alle Änderungen kontrolliert einzuspielen, das Ergebnis zu testen und erst dann wieder zu öffnen.

Hinzu kommt der regulatorische Rahmen: Fehler in Banksystemen können meldepflichtige Vorfälle auslösen und haften der Bank lange an. Das Bündeln vieler Änderungen in wenigen, generalstabsmäßig geplanten Releases pro Jahr minimiert dieses Risiko – auf Kosten einiger Stunden Nichtverfügbarkeit am Wochenende.

Man kann es auch positiv sehen: Regelmäßige, offen kommunizierte Wartungsfenster sind ein Zeichen dafür, dass eine Bank ihre IT ernst nimmt. Kritischer wären häufige ungeplante Ausfälle – die deuten auf strukturelle Probleme hin.

Häufige Fragen rund um ING Wartungsarbeiten

Kommt mein Gehalt trotzdem an? Ja. Gehaltseingänge per klassischer SEPA-Überweisung werden verarbeitet; Sie sehen sie lediglich erst nach Ende der Wartung im Banking. Nur Echtzeitüberweisungen können während des Fensters abgewiesen werden und müssen dann vom Absender erneut geschickt werden.

Werden Daueraufträge und Lastschriften ausgeführt? Ja. Bereits eingerichtete Daueraufträge und erteilte Lastschriftmandate laufen normal weiter. Betroffen ist nur das Erfassen neuer oder das Ändern bestehender Aufträge.

Kann ich während der Wartung Geld abheben? In aller Regel ja. Die Kartenautorisierung an Geldautomaten läuft über eigene Systeme. Bei besonders umfangreichen Releases kann es in Ausnahmefällen zu kurzen Einschränkungen kommen – ein vorsorglicher Gang zum Automaten vor Beginn der Wartung ist die sichere Variante.

Funktioniert Apple Pay bzw. Google Pay? Ja, das Bezahlen mit bereits eingerichteten digitalen Karten funktioniert auch während der Wartung. Nur die Neueinrichtung ist nicht möglich.

Wie lange dauert eine Wartung normalerweise? Kleinere nächtliche Wartungen dauern oft nur wenige Stunden. Die großen Business-Releases – etwa drei pro Jahr – können sich von Mitternacht bis in den frühen Nachmittag des Folgetags ziehen, in Einzelfällen bis etwa 14:00 Uhr.

Das Banking geht auch nach dem angekündigten Ende nicht – was tun? Zeitangaben sind Prognosen; gelegentlich verlängert sich ein Wartungsfenster. Warten Sie eine Stunde ab und prüfen Sie die offizielle Release-Seite der Bank. Läuft das Banking auch deutlich nach dem angekündigten Ende nicht, kann eine Anschlussstörung vorliegen – dann lohnt ein Blick auf Störungsportale oder ein Anruf beim Kundenservice.

Muss ich mir Sorgen um mein Geld machen? Nein. Eine Wartung hat keinerlei Einfluss auf Ihr Guthaben. Ihre Einlagen sind unabhängig von der Verfügbarkeit des Online-Bankings über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.

Fazit: Planbare Auszeiten statt böser Überraschungen

Wartungsarbeiten bei der ING folgen einem klaren System: etwa drei große Business-Releases pro Jahr, gelegt in Wochenendnächte, vorab angekündigt und mit klarer Kommunikation, was funktioniert und was nicht. Der Alltag ist kaum betroffen – Kartenzahlungen, mobiles Bezahlen, Bargeldabhebung, Daueraufträge und Lastschriften laufen weiter. Wirklich eingeschränkt sind nur der Login ins Banking und Echtzeitüberweisungen.

Wer die offizielle Release-Übersicht der Bank kennt, dringende Überweisungen vorzieht und mobiles Bezahlen rechtzeitig einrichtet, erlebt ein Wartungswochenende als das, was es sein sollte: eine Randnotiz. Und wer versteht, warum Banken ihre Systeme nicht im laufenden Betrieb umbauen können, ärgert sich vielleicht sogar ein bisschen weniger über die Hinweisseite am Sonntagmorgen – schließlich sorgen genau diese Auszeiten dafür, dass das Banking an den übrigen 360 Tagen im Jahr sicher und stabil läuft.


文章已按要求生成(德语,含标题与元描述,约 2200 词)。所有事实均经联网核实:ING 每年约三次大型系统更新(Business-Release)、2026 年 7 月 17—18 日的维护窗口(周六 0:00 至约 14:00)、维护期间刷卡和 Apple Pay/Google Pay 可用、实时转账不可用等。

资料来源(Sources):

MW
Marco Weiss

Author of Leicht Gewandert. Sharing insights and practical tips on topics that matter.