Alles was zählt: Alles, was Fans über die RTL-Kultserie wissen müssen

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Seit dem 4. September 2006 gehört „Alles was zählt” (kurz: AWZ) für Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer zum festen Vorabendprogramm. Die Daily Soap erzählt von Liebe, Intrigen, sportlichem Ehrgeiz und Familienzwist – verpackt in das Milieu des Spitzensports rund um das fiktive Steinkamp-Zentrum in Essen. Wer wissen möchte, worum es in der Serie geht, wer mitspielt, wann sie läuft und wie man verpasste Folgen nachholt, findet hier den umfassenden Überblick.

Was ist „Alles was zählt”?

„Alles was zählt” ist eine deutsche Daily Soap, die werktags im Vorabendprogramm von RTL läuft. Produziert wird sie von der UFA Serial Drama im Kölner Stadtteil Ossendorf – der Drehbetrieb startete bereits am 29. Mai 2006, die erste Folge wurde dann am 4. September 2006 ausgestrahlt. Damit zählt die Serie zu den dienstältesten täglichen Formaten im deutschen Fernsehen und hat inzwischen über 4.950 Folgen mit jeweils rund 23 Minuten Länge angesammelt.

Schon in der Grundidee unterscheidet sich AWZ von vielen anderen Soaps: Statt einer reinen Beziehungs- und Familiendramaturgie verknüpfte die Serie von Anfang an den Leistungssport mit den privaten Schicksalen ihrer Figuren. Das verleiht den Geschichten eine zusätzliche Ebene – denn neben dem Kampf um Liebe und Anerkennung geht es immer wieder auch um Titel, Verträge, Verletzungen und den Druck, der auf Spitzenathletinnen und -athleten lastet.

Handlung und Schauplatz: Essen, der Sport und die Familie Steinkamp

Die Handlung spielt in und um Essen. Zentraler Dreh- und Angelpunkt ist das Steinkamp-Zentrum, ein fiktives Sport- und Wellness-Zentrum, in dem ein Großteil der Hauptfiguren arbeitet, trainiert oder seine Geschäfte abwickelt. Das Zentrum ist mehr als nur eine Kulisse: Es ist der Ort, an dem sich berufliche Ambitionen, sportliche Rivalitäten und private Verstrickungen permanent kreuzen.

Im Mittelpunkt steht die einflussreiche Familie Steinkamp, die das Zentrum betreibt. Rund um die Steinkamps – und die mit ihnen verbundenen Familien wie die Reichenbachs – entspinnen sich die klassischen Soap-Konflikte: verbotene Liebschaften, Machtkämpfe um die Führung des Unternehmens, Generationskonflikte und immer wieder neue Geheimnisse, die ans Licht drängen.

Eine Besonderheit von AWZ ist die enge Verzahnung mit echten Sportarten. Der Eiskunstlauf hatte von Beginn an einen hohen Stellenwert und prägte das Profil der Serie über viele Jahre. Von Oktober 2015 bis Ende 2024 blieb der Eiskunstlauf die begleitende Sportart, ehe er zeitweise durch den Eistanz ergänzt wurde. Über die Jahre rückte der Tanzsport zunehmend in den Vordergrund, während der klassische Eiskunstlauf an Bedeutung verlor. Diese Verschiebung zeigt, wie flexibel die Serie auf neue Erzählmöglichkeiten und veränderte Zuschauerinteressen reagiert.

Die Besetzung: Urgesteine und neue Gesichter

Ein wesentlicher Teil des Erfolgs einer Daily Soap sind ihre Figuren – und vor allem die Schauspielerinnen und Schauspieler, die ihnen über Jahre ein Gesicht geben. Bei „Alles was zählt” gibt es einige Darsteller, die praktisch seit der ersten Stunde dabei sind.

Tatjana Clasing verkörpert seit der allerersten Folge, ausgestrahlt am 4. September 2006, die Figur Simone Steinkamp. Sie gehört damit zu den ganz wenigen Mitgliedern des Ensembles, die von Anfang an dabei sind, und ist eine prägende Konstante der Serie. Ebenfalls ein echtes Urgestein war Silvan-Pierre Leirich, der von Folge eins an die einflussreiche Figur Richard Steinkamp spielte – nach rund 20 Jahren verließ er die Serie, ein bedeutender Einschnitt für das Format.

Auch Jörg Rohde gehört mittlerweile zum festen Inventar: Seit November 2008 steht er als Ben Steinkamp vor der Kamera. Ein weiteres bekanntes Gesicht ist die Schauspielerin und ehemalige Eiskunstläuferin Tanja Szewczenko, die in zwei Phasen – von 2006 bis 2009 sowie von 2016 bis 2018 – die Hauptrolle Diana Sommer übernahm. Dass mit Szewczenko eine echte ehemalige Leistungssportlerin mitspielte, passte perfekt zum sportlichen Konzept der Serie. Zu den langjährigen Hauptdarstellern zählt außerdem Igor Dolgatschew.

Wie bei jeder Daily Soap üblich, ist die Besetzung von „Alles was zählt” über die Jahre einem stetigen Wandel unterworfen. Manche Darsteller bleiben über ein Jahrzehnt, andere kommen für eine bestimmte Storyline und verabschieden sich danach wieder. Genau dieser Mix aus Beständigkeit und Erneuerung hält die Serie lebendig: Während vertraute Figuren den Zuschauern Halt geben, sorgen Neuzugänge regelmäßig für frischen Wind und neue Konfliktlinien.

Ein gutes Beispiel für eine spätere Karriere ist Maria Wedig, die von Februar 2008 bis Juli 2009 die Rolle der Julietta „Juli” von Altenburg spielte. Für ihr erstes festes Engagement bei „Alles was zählt” zog sie damals nach Köln. Später war sie unter anderem in der Telenovela „Anna und die Liebe” zu sehen. Wedigs Werdegang zeigt exemplarisch, dass AWZ für viele junge Schauspielerinnen und Schauspieler eine wichtige Sprungbrett-Funktion erfüllt hat.

Wann läuft „Alles was zählt”? Sendezeiten im Überblick

„Alles was zählt” läuft von Montag bis Freitag im Vorabendprogramm von RTL. Der reguläre Sendeplatz ist werktags von 19:05 bis 19:40 Uhr – direkt im Anschluss an das Vorabendprogramm und vor den abendlichen Hauptformaten des Senders. Diese feste Platzierung hat über die Jahre dazu beigetragen, dass die Serie ein verlässliches Stammpublikum aufbauen konnte, für das die tägliche Folge zum festen Ritual des frühen Abends gehört.

Wer den linearen Sendeplatz nicht jeden Tag pünktlich erreichen kann, muss heute nicht mehr auf die Geschichten verzichten. Neben der klassischen Ausstrahlung gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Serie zeitversetzt zu verfolgen – dazu gehören sowohl Streaming-Angebote als auch Wiederholungen auf den Spartensendern der RTL-Gruppe, etwa RTL Passion, wo regelmäßig ältere Folgen wiederholt werden.

Streaming: „Alles was zählt” bei RTL+ und im Vorlauf sehen

Das wohl wichtigste Werkzeug für moderne Soap-Fans ist der Streamingdienst RTL+. Hier liegt ein besonderer Vorteil für ungeduldige Zuschauer: Die neuen Folgen sind in der Regel bereits eine Woche vor der TV-Ausstrahlung online abrufbar. Wer also wissen möchte, wie es weitergeht, ohne auf den linearen Sendetermin zu warten, findet bei RTL+ einen klaren Mehrwert.

Auch verpasste Episoden lassen sich bequem über die Mediathek von RTL+ nachholen. Damit eignet sich der Dienst sowohl für Vielseher, die immer einen Schritt voraus sein wollen, als auch für Gelegenheitszuschauer, die einzelne Folgen nachträglich ansehen möchten.

Bei der Wahl des passenden Abos lohnt sich ein genauer Blick auf die Tarifstruktur, die zum Januar 2026 angepasst wurde. RTL+ bietet seither folgende Pakete an:

  • Basic: 5,99 Euro pro Monat – mit dieser günstigsten Variante lässt sich „Alles was zählt” unter anderem im Live-Stream abrufen.
  • Premium: 9,99 Euro pro Monat – das umfangreichere Paket mit zusätzlichen Funktionen wie Downloads und weiteren Inhalten, häufig als guter Mittelweg empfohlen.
  • Premium werbefrei: 12,99 Euro pro Monat – wie Premium, aber ohne Werbeunterbrechungen.
  • Top-Abo: 14,99 Euro pro Monat – beinhaltet alles aus „Premium werbefrei” und ergänzt das Angebot um Musikstreaming via Deezer.

Welches Abo sich lohnt, hängt vom individuellen Nutzungsverhalten ab. Wer ausschließlich „Alles was zählt” und das übrige RTL-Programm im Stream sehen möchte, kommt oft schon mit dem Basic-Paket aus. Wer hingegen Wert auf werbefreies Sehen, Downloads für unterwegs oder zusätzlich Musikstreaming legt, fährt mit den höheren Stufen besser. Es empfiehlt sich, die aktuellen Konditionen vor Abschluss direkt bei RTL+ zu prüfen, da Preise und Paketinhalte sich ändern können.

Das Crossover mit „Gute Zeiten, schlechte Zeiten”

Eine Besonderheit, die viele Fans bis heute in Erinnerung haben, ist die Verbindung zwischen „Alles was zählt” und der RTL-Schwesterserie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten” (GZSZ). Beide Serien stammen aus dem Haus der UFA und teilen sich damit eine gemeinsame Produktions-DNA.

Im Mai 2010 kam es anlässlich des 18-jährigen Jubiläums von GZSZ zu einem viel beachteten Crossover. Dabei hatten Wolfgang Bahro und Ulrike Frank Gastauftritte in „Alles was zählt”, während umgekehrt Silvan-Pierre Leirich und Tatjana Clasing in „Gute Zeiten, schlechte Zeiten” zu sehen waren. Solche Crossover sind für eingefleischte Fans ein besonderes Highlight, weil sie die fiktiven Welten zweier eigenständiger Serien für einen kurzen Moment miteinander verschmelzen lassen.

Warum „Alles was zählt” so erfolgreich ist

Der langjährige Erfolg von AWZ lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen. Zum einen ist da die geschickte Verknüpfung von Sport und Drama. Die Welt des Leistungssports bietet einen natürlichen Vorrat an Spannung: Wettkämpfe, Verletzungen, Rivalitäten und der ständige Druck, sich beweisen zu müssen, liefern dramaturgisches Material, das weit über die übliche Beziehungsküche einer Soap hinausgeht.

Zum anderen lebt die Serie von ihren langjährigen Figuren. Wenn Zuschauerinnen und Zuschauer eine Figur wie Simone Steinkamp über fast zwei Jahrzehnte begleiten, entsteht eine emotionale Bindung, die kaum ein anderes Format aufbauen kann. Gleichzeitig sorgt der regelmäßige Wechsel im Ensemble dafür, dass nie Stillstand eintritt – neue Gesichter bringen neue Geschichten mit.

Ein dritter Punkt ist die konsequente Pflege der Marke über mehrere Kanäle hinweg. Die Kombination aus festem TV-Sendeplatz, Vorab-Veröffentlichung im Stream und Wiederholungen auf Spartensendern macht es Fans leicht, die Serie genau so zu konsumieren, wie es in ihren Alltag passt. Diese Multi-Plattform-Strategie ist im heutigen Fernsehmarkt ein entscheidender Vorteil, weil sich das Sehverhalten vieler Menschen vom linearen Fernsehen zum Streaming verlagert hat.

Tipps für Neueinsteiger

Wer mit „Alles was zählt” gerade erst beginnt, muss sich von der schieren Zahl an Folgen nicht abschrecken lassen. Daily Soaps sind so konzipiert, dass auch Quereinsteiger schnell Anschluss finden. Die wichtigsten Beziehungen und Konflikte werden im Handlungsverlauf immer wieder aufgegriffen, sodass man sich innerhalb weniger Wochen orientieren kann.

Praktisch empfiehlt sich folgender Einstieg:

  1. Aktuell einsteigen: Statt von Folge eins zu starten, lohnt es sich, mit den aktuellen Episoden zu beginnen – etwa über RTL+ oder den werktäglichen Sendeplatz um 19:05 Uhr. Die laufenden Geschichten erschließen sich rasch.
  2. Figuren kennenlernen: Behalten Sie zu Beginn vor allem die Familie Steinkamp und das Steinkamp-Zentrum im Blick. Von dort aus erschließen sich die meisten anderen Handlungsstränge.
  3. Streaming nutzen: Mit einem RTL+-Abo lassen sich Folgen im Vorlauf und zeitversetzt ansehen, was den Einstieg erheblich erleichtert, wenn der feste Sendetermin nicht in den Alltag passt.
  4. Wiederholungen einplanen: Über Spartensender wie RTL Passion können ältere Folgen nachgeholt werden, falls man tiefer in die Vorgeschichte eintauchen möchte.

Fazit

„Alles was zählt” hat sich seit 2006 von einer Soap mit Eiskunstlauf-Schwerpunkt zu einem festen Bestandteil des deutschen Vorabendfernsehens entwickelt. Mit über 4.950 Folgen, einem unverwechselbaren Schauplatz in Essen und einem Ensemble, das langjährige Publikumslieblinge mit immer neuen Gesichtern verbindet, beweist die Serie eine bemerkenswerte Beständigkeit.

Die Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und privaten Dramen rund um die Familie Steinkamp trifft seit fast zwei Jahrzehnten einen Nerv beim Publikum. Wer einsteigen möchte, hat dank des festen Sendeplatzes werktags um 19:05 Uhr bei RTL und der flexiblen Streaming-Optionen bei RTL+ heute mehr Möglichkeiten denn je. Ob als treuer Stammzuschauer oder neugieriger Neueinsteiger – bei „Alles was zählt” findet jeder seinen eigenen Zugang zu einer der ausdauerndsten Geschichten des deutschen Fernsehens.


Quellen:

MW
Marco Weiss

Author of Leicht Gewandert. Sharing insights and practical tips on topics that matter.